Was bedeutet Vegan?

VEGAN bedeutet ganz allgemein ein Leben ohne Produkte tierischer Herkunft, genau wie im Bereich Essen und Trinken auch bei Kleidung, Kosmetik oder Arznei, Technik, Handwerk oder Kunst. Die vielen guten Gründe sind anschließend kurz und übersichtlich zusammengefaßt :

WELTERNÄHRUNGSLAGE

Auch, wenn ich dies schon Anfang der 80er Jahre erzählt habe, viel geändert hat sich nicht, außer, daß der Wahnsinn massiv zunimmt. Trotz aller anders lautenden Erklärungen und Zielsetzungen steigt die Zahl der hungernden und verhungernden Mitmenschen täglich weiter an, obwohl es mehr denn je satt und genug Nahrung auf der Welt gibt. Verschiedene Ursachen im politischen und strukturellen Bereich verhindern, ein durchaus mögliches Grundrecht auf Nahrung in jedem einzel-nen Staat nachweislich und konsequent durchzusetzen. Aber auch wir sind unmittelbar beteiligt.
Für die Erzeugung tierlicher Produkte wird etwa zehnmal so viel Ackerfläche benötigt wie für die Erzeugung von hochwertigem pflanzlichem Eiweiß. Für die Erzeugung von 1 kg totem Tier-körperteil werden 8-18 kg Getreide oder Hülsenfrüchte benötigt. Mehr als 40 % der globalen Getreidevorräte werden mit weiter steigender Tendenz an Tiere verfüttert, ebenso 40-50 % der Fische, sogar 25-40 % der Molkereierträge. In vielen Hungerländern werden die Felder, wo früher die Früchte der Einheimischen wuchsen, mit hohem Gifteinsatz für Exportpflanzen, ob für Energie-erzeugung oder Tierfutter, Obst oder Schnittblumen genutzt, nicht selten von Bewaffneten gegen Eindringlinge gesichert. Wie kann so immer weniger Land immer mehr Menschen ernähren ? Gerade in Anbetracht einer weiter steigenden Weltbevölkerung ist also die so genannte „Veredelung“, die Umwandlung von pflanzlichem Protein in solches vom Tier, eine vorsätzliche und globale Verelendung, absolut nicht mehr zeitgemäß und vor allem völlig unnötig.

INDUSTRIE  UND  KAPITAL

Da immer weniger multinationale Konzerne wachsende Macht über die Felder besitzen und vom Saatgut bis zur Ernte alles in wenigen Händen landet, sind die Bauern, wenn auch nicht unschuldig, oft nur noch ausführende Organe von Chemiemultis und Banken. Unter deren Federführung wurden die natürlichen Prozesse zunehmend zurück gedrängt und bekämpft, durch Technik und Zucht, Leistungssteigerung und Manipulation ersetzt. Nach der „grünen und der weißen Revolution“ ist die Gentechnik ein weiterer Schritt hin zur Diktatur von Monokultur und Monopol. Kaum sonstwo wie beim globalen Geschäft mit der Tierausbeutung ist die Konzentration des Kapitals dermaßen pervertiert und mordgeschritten. Hierdurch wird ganz extrem das Bewußtsein der Sklavenhändler und das globale Ungleichgewicht gefördert und zementiert. Kostbare Rohstoffe werden vergeudet beim Anbau, bei der Bewässerung, beim Transport durch die halbe Welt, enorme Kosten sollen durch ständig steigende Mengen aufgefangen werden. Die kriminelle Umweltbelastung wird mit Unterstützung durch die politischen Rahmenbedingungen gnadenlos in Kauf genommen. Eigentlich müßte ein dermaßen brutal auf Verschwendung ausgerichteter Wirtschaftszweig von selbst pleite gehen, doch dieser internationale Mordschritt wird nur durch Subventionen aufrecht erhalten, immer und in vielfacher Hinsicht zu Lasten der Steuerzahler und Verbraucher.

DIE   MILCH   MACHT´S

Wie alle weiblichen Säugetiere bilden auch Kühe nur Milch durch Schwangerschaft. Damit der Milchfluß ununterbrochen läuft, werden die Tiere von den Meistern der Besamung zwangsläufig alljährlich geschwängert. Die Kinder werden ihnen sogleich entrissen und mit Kunstmilch aufge-zogen. Heutige Kühe haben etwa 10 mal mehr Milch als die Kälber trinken könnten, aus ehemals 5-600 Liter im Jahr wurden 10-15000, sodaß die Muttertiere oft schon nach 1-2 Laktationsphasen zum Schlachter kommen, während normal ihr Leben 20 – 25 Jahre dauern könnte. Durch die unnatürlich hoch gezüchteten Milchmengen kommt es zu verschiedenen schweren. Krankheiten.
Dabei ist es weit mehr als eine biologische Tatsache, daß jede Säugetierart ganz speziell die Nähr-stoffkombination in der Milch bereit hält, die das jeweilige Kind gerade benötigt. Entsprechend völlig unterschiedlicher Bedürfnisse und Erfordernisse der Kälber haben Kühe andere Nährwert-mengen als die in Menschenmuttermilch. Keine Katze nuckelt beim Hund, kein Schaf beim Esel, kein Löwe beim Elefant, nur der Mensch bildet sich ein, es gäbe was Besseres als gerade die speziell auf ihn abgestimmte Milch der eigenen Art. Nein, er bevorzugt die von fremder Art und wundert sich über die Folgen, deren wahrheitsgemäße Deutung er lieber verweigert.

EI EI – ABER  NICHT EINERLEI

Während ein Huhn in der Freiheit vielleicht 10 Eier im Jahr legt, sind es in den Massenställen 250-300, damit sich ein Huhn schon rentiert, bevor seine Reste in der Suppe landen. Auch hier finden sich als Folgen der extremen Gefangenschaft verbunden mit permanentem Eierdiebstahl schwere Störungen und Erkrankungen, aber auch Anfälligkeit für Keime und Parasiten. Nach einem Jahr landen sie im Schlachthof am Fließband, fast 400 Millionen alljährlich, ehrlich. Männliche Küken landen zig-millionenfach zerschreddert oder vergast zu Dünger oder Tiermehl verarbeitet und verkauft. Zu beachten ist dabei, daß Hühnereier 1000 mal mehr Keime enthalten als Hundekot und Salmonellen fast alltäglich sind. Besonders vor versteckten Eiern in Fertigprodukten wird gewarnt..

GESUNDHEIT  UND  FREIHEIT

Trotz steigendem Alter in unserer Gesellschaft steht fest, daß man sich noch nie dermaßen unge-sund ernährt hat, der Anteil von tierlichen Produkten, von Zusatzstoffen und denaturierten Füll- und Farbstoffen noch nie so hoch lag. Die so genannten Zivilisationskrankheiten machen einen wesent-lichen Anteil an den ins Uferlose steigenden Gesundheitskosten. Die heute im Durchschnitt aufge-nommene Maximalmenge an Fett wird bei uns um 50 % überschritten, die der gesättigten Fett-säuren um satte 110 %, wobei das meiste Fett von Tierprodukten stammt. Im Gegensatz zu Fleisch essenden Tieren führt dies beim Menschen zunehmend zu Atherosklerose und Bluthochdruck, zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Im Gegensatz zur verbreiteten Meinung sind Milchprodukte eher ursächlich für Osteoporose, da der hohe Anteil schwefelhaltiger Aminosäuren in den Tierprodukten im Stoffwechsel Säuren bilden und eine Entmineralisierung der Knochen auslösen. Auch viele Krebsarten oder Diabetes, Gicht, Rheuma, Nieren- oder Gallensteine, Arthritis, Alzheimer oder Neurodermitis werden von immer mehr Fachleuten durch den Konsum von Tierprodukten begünstigt, wenn nicht sogar verursacht.
Studien an VeganerInnen weltweit haben mehr als deutlich aufgezeigt, daß sich eine abwechs-lungsreiche, vollwertige und vegane Ernährung ganz eindeutig günstig auf die Gesundheit auswirkt.
Mit keiner anderen Ernährungsform läßt sich dermaßen umfassend und unkompliziert zugleich vorbeugend genauso wie heilsam vorgehen und einwirken, ob bei jung oder alt. Insofern ist bereits der Schritt zur veganen Lebensweisheit einer in Richtung umfassender Freiheit, nicht nur für einen selbst, sondern obendrein für viele andere liebenswerte Wesen, die es ebenso klar und deutlich verdient haben. Freiheit von Unterdrückung und Massenmord ebenso wie von überkommenen Traditionen und zwanghaften Glaubenssätzen oder zerstörerischen Ideologien. Es ist ganz einfach : Ohne Leichenschmaus der Konsumenten keine Tiere mordenden Produzenten.

ETHIK  UND  TIERSCHUTZ

Vegan leben ist die einzig logische Konsequenz auf dem Anspruch, die Tiere nicht länger künstlich aus moralischen und ethischen Wertesystemen und Ansprüchen auszuklammern. Vegan leben heißt, die Rechte nichtmenschlicher Tiere weitestgehend zu respektieren und sich nicht durch versteckten oder offenen Konsum von Tierprodukten an deren gnadenloser Mißhandlung und Vernichtung zu beteiligen. Ob herzhafte oder süße, gebratene und gebackene, gekochte oder geräucherte Speisen, bequeme und farbig ansprechende Kleidung oder robustes Schuhwerk, vegan ist fast alles machbar, ob für Riese oder Zwerg. Dabei hat eine vegane Einstellung und Überzeugung, eine vegane Lebensweise allgemein nichts mit Verzicht zu tun, vielmehr handelt es sich um eine freiwillige Entscheidung, die im erwachten Bewußtsein in Anbetracht der Zustände gefällt wird als deutlicher Beitrag zu einer Beendigung der Schreckensherrschaft. Es wird einfach ein passendes Stück Eigen-verantwortung übernommen und klar gemacht, daß man seine Lektion gelernt hat.

ROLLE  UND  PSYCHE

Frauen sind meistens weit offener für solche Themen. Umgekehrt stopfen Männer oft doppelt so viel tote Tierteile in sich hinein. Dabei soll das Stück Lebenskraft ja nur im Fleisch stecken, solange dieses noch lebt. Kaum ein anderer Mythos hat sich dermaßen festgebissen in den männlichen Muskeln, Sehnen und Adern wie der vom Kraft spendenden Fleisch. Es sollte mehr als zu denken geben, daß die größten Landsäugetiere wie Elefanten, Wasserbüffel, Nashörner, Giraffen und Pferde ihre kräftigen Körper ausschließlich mit rein pflanzlicher Kost aufbauen und erhalten.
Und Du ?  Wie kann ich Dich unterstützen ?

Natur und Umwelt ein Problem

Gemäß der Ernährungs- und Agrarorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erzeugt der globale „Nutztier“- Sektor mehr Treibhausgase als das Transportwesen. Auf Europa und Deutschland trifft dies in besonderem Maße zu. Einer der Hauptursachen für den dramatischen Rückgang der  Regen-waldflächen und der Ausbreitung der Wüsten ist dabei der Drang nach immer mehr Weideland oder Futtermittelanbau für Milliarden Tiere. Die enorme Überweidung, der überhöhte Bestand insgesamt fördern zudem Bodenerosion, Überdüngung und Übersäuerung, Waldsterben, Grundwasser- und Meeresverschmutzung wie keine andere landwirtschaftliche Tätigkeit. Dabei ist der Ausstoß von Methangas 20-25 mal schädlicher als CO2. Auch aus der Gülle entweichen die schädlichen Stoffe unentwegt in den Boden, in die Luft, ins Wasser, vom krassen Chemieeinsatz in der Tierhaltung gar nicht abgesehen. Die ständig steigenden Wasserkosten sind ebenso hierauf zurückzuführen. Sogar der Preisanstieg bei Lebensmitteln insgesamt, besonders in den Schwellenländern, ist untrennbar mit der riesigen und zugleich unverantwortlichen Landverschwendung durch die konventionelle Agrarindustrie verbunden. Jeder einzelne von uns ist durch die zunehmende Vergiftung der Um-welt, der Nahrungsmittel, der Kleidung, der Arbeitstätten usw. gesundheitlich ganz persönlich ebenso betroffen wie bei der logisch statt ökologisch folgenden Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Hinzu kommt ein wesentlicher Anteil solch rücksichtsloser Landbewirt-schaftung auf den rapiden Rückgang von Kleinlebewesen, von der oberen Humusschicht usw. Durch Flurbereinigung und Monokultur, durch einseitig auf Ausbeutung, Steigerung und Profit ausgerichtete Zuchtziele wird der Artenvielfalt gnadenlos der Garaus gemacht. Kilometerweit nur noch Löwenzahn statt bunter Wiesen, so gerät der ganze Laden noch in die Miesen.
Die weitaus schlechteste Klimabilanz haben Produkte vom Tier, egal ob aus Fleisch oder Milch. Es hat also noch nie so viele gute Gründe für eine vegan orientierte Lebensweisheit gegeben, mit keiner anderen direkten Einflußnahme schützen wir dermaßen nachhaltig das Leben.
Allgemein belastet eine vegane Ernährung die Umwelt mindestens um 30 % weniger. Details hängen gewiß noch mit Bioanbau sowie mit regional und saisonal zusammen, aber auch nicht wenig mit dem jeweiligen Anteil von Roh- oder Kochkost. Klar dürfte roh belassene Kost nicht nur unter ökologischen und energiebezogenen Aspekten für viele ein Zugewinn sein
Keine andere Ernährung wirkt sich aus unterschiedlichen Gründen dermaßen positiv auf das Klima aus wie die vegane. Inzwischen ist es vielfach wissenschaftlich erwiesen, was wir sowieso schon lange wußten, daß keine andere Form landwirtschaftlicher Betätigung und keine andere Ernährungsweise den Planeten dermaßen beschützen könnte wie bio-vegan. Dergestalt kann die gesamte derzeitige und zukünftige Menschheit vollständig gesättigt werden, und zugleich den Erfordernissen eines klimafreundlichen Umgangs voll und ganz Rechnung getragen werden. Dabei werden erheblich weniger Ackerflächen benötigt als bisher, wodurch den Wäldern endlich wieder mehr Raum zukommen kann.
Es liegt mit an uns, den eigenen Anteil in die Hand zu nehmen. Hierzu einen Beitrag zu lesiten, das habe ich zu einem wesentlichen Ziel meines Daseins gemacht. Daher rühren die meisten meiner unterschiedlichen Aktionsfelder, wie Sie auf den anderen Seiten dieser Homepage sehen können.