Gemäß der Ernährungs- und Agrarorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erzeugt der globale „Nutztier“- Sektor mehr Treibhausgase als das Transportwesen. Auf Europa und Deutschland trifft dies in besonderem Maße zu. Einer der Hauptursachen für den dramatischen Rückgang der Regen-waldflächen und der Ausbreitung der Wüsten ist dabei der Drang nach immer mehr Weideland oder Futtermittelanbau für Milliarden Tiere. Die enorme Überweidung, der überhöhte Bestand insgesamt fördern zudem Bodenerosion, Überdüngung und Übersäuerung, Waldsterben, Grundwasser- und Meeresverschmutzung wie keine andere landwirtschaftliche Tätigkeit. Dabei ist der Ausstoß von Methangas 20-25 mal schädlicher als CO2. Auch aus der Gülle entweichen die schädlichen Stoffe unentwegt in den Boden, in die Luft, ins Wasser, vom krassen Chemieeinsatz in der Tierhaltung gar nicht abgesehen. Die ständig steigenden Wasserkosten sind ebenso hierauf zurückzuführen. Sogar der Preisanstieg bei Lebensmitteln insgesamt, besonders in den Schwellenländern, ist untrennbar mit der riesigen und zugleich unverantwortlichen Landverschwendung durch die konventionelle Agrarindustrie verbunden. Jeder einzelne von uns ist durch die zunehmende Vergiftung der Um-welt, der Nahrungsmittel, der Kleidung, der Arbeitstätten usw. gesundheitlich ganz persönlich ebenso betroffen wie bei der logisch statt ökologisch folgenden Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Hinzu kommt ein wesentlicher Anteil solch rücksichtsloser Landbewirt-schaftung auf den rapiden Rückgang von Kleinlebewesen, von der oberen Humusschicht usw. Durch Flurbereinigung und Monokultur, durch einseitig auf Ausbeutung, Steigerung und Profit ausgerichtete Zuchtziele wird der Artenvielfalt gnadenlos der Garaus gemacht. Kilometerweit nur noch Löwenzahn statt bunter Wiesen, so gerät der ganze Laden noch in die Miesen.
Die weitaus schlechteste Klimabilanz haben Produkte vom Tier, egal ob aus Fleisch oder Milch. Es hat also noch nie so viele gute Gründe für eine vegan orientierte Lebensweisheit gegeben, mit keiner anderen direkten Einflußnahme schützen wir dermaßen nachhaltig das Leben.
Allgemein belastet eine vegane Ernährung die Umwelt mindestens um 30 % weniger. Details hängen gewiß noch mit Bioanbau sowie mit regional und saisonal zusammen, aber auch nicht wenig mit dem jeweiligen Anteil von Roh- oder Kochkost. Klar dürfte roh belassene Kost nicht nur unter ökologischen und energiebezogenen Aspekten für viele ein Zugewinn sein
Keine andere Ernährung wirkt sich aus unterschiedlichen Gründen dermaßen positiv auf das Klima aus wie die vegane. Inzwischen ist es vielfach wissenschaftlich erwiesen, was wir sowieso schon lange wußten, daß keine andere Form landwirtschaftlicher Betätigung und keine andere Ernährungsweise den Planeten dermaßen beschützen könnte wie bio-vegan. Dergestalt kann die gesamte derzeitige und zukünftige Menschheit vollständig gesättigt werden, und zugleich den Erfordernissen eines klimafreundlichen Umgangs voll und ganz Rechnung getragen werden. Dabei werden erheblich weniger Ackerflächen benötigt als bisher, wodurch den Wäldern endlich wieder mehr Raum zukommen kann.
Es liegt mit an uns, den eigenen Anteil in die Hand zu nehmen. Hierzu einen Beitrag zu lesiten, das habe ich zu einem wesentlichen Ziel meines Daseins gemacht. Daher rühren die meisten meiner unterschiedlichen Aktionsfelder, wie Sie auf den anderen Seiten dieser Homepage sehen können.